Greenwashing erkennen
Greenwashing entsteht oft nicht absichtlich, sondern durch unpräzise Formulierungen. Mit einem klaren Prüfprozess lassen sich Risiken früh senken.
Typische Risikomuster
- Sehr allgemeine Umweltbegriffe ohne Erklärung.
- Absolute Aussagen ohne klaren Nachweis.
- Unklare Bezugsebene: Produkt, Prozess oder Unternehmen werden vermischt.
- Zukunftsversprechen ohne konkreten Umsetzungsplan.
- Siegel oder Icons ohne nachvollziehbare Kriterien.
Prüffragen für redaktionelle Teams
- Was genau wird behauptet?
- Worauf bezieht sich die Aussage konkret?
- Welche Daten oder Quellen stützen die Aussage?
- Ist die Formulierung für Außenstehende eindeutig verständlich?
Ziel einer strukturierten Claim-Analyse
Eine systematische Analyse ersetzt keine Rechtsberatung, kann aber dabei helfen, problematische Stellen schneller zu finden, intern zu priorisieren und sauber zu dokumentieren.
Rechtlicher Hintergrund
Viele Risikomuster hängen mit den Green-Claims-Regeln der EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825, auch ECGT) zusammen. Details zu Fristen, Umweltaussagen und typischen Verstößen stehen im Green-Claims-Guide. Kritische Begriffe sind auf der Seite Verbotene Begriffe zusammengefasst.